Alle Kinder dieser Welt

 

Originaltitel: All the Invisible Children
Genre: diverse 
Freigabe: FSK 12  
Produktion: FR/IT 2005
Veröffentlichung DVD: Verleih (Eurovideo): erhältlich
Verkauf (Concorde): 30.11.2006
Anbieter: EuroVideo/Concorde
Ländercode: 2
Laufzeit: 2:03:58
Regie: diverse
Darsteller: diverse
Musik: diverse
Produzent: diverse
Drehbuch: diverse
EAN: Verleih: 4009750218624
Links zum Film: IMDB OFDB
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INHALT

UNICEF (United Nations Childrens Fund) sowie WFP (World Food Programme) stellten ein interessantes Projekt auf die Beine: Sie engagierten sieben erfolgreiche Regisseure aus aller Welt, die Kurzfilme zum Thema "Unsichtbare Kinder" in vollkommener künstlerischer Freiheit erstellen sollten. So kunterbunt wie die Hautfarben, so verschieden sind die Beiträge ausgefallen, manche sind eher Durchschnitt geworden, manche exzellent. Eine Kurzübersicht:
Mehdi Charef eröffnet die Kompilation mit seinem Beitrag "Tanza" über einen 12-jährigen Jungen, der in einer Schule eine Bombe legen soll - verpackt in eine atemberaubend schöne Kinematografie fehlt aber etwas der Biss in dieser Episode. Als nächstes zieht der Film weiter zu Emir Kusturica und seinem Beitrag "Blue Gypsy“ über einen Jungen, der aus dem Jugendknast entlassen wird - ob diese Episode beim Zuseher ankommt, ist Geschmacksfrage, denn mit an Bord ist Kusturicas typischer Slapstick-Humor. Spike Lee liefert mit "Jesus Children in America" den nächsten Kurzfilm an - eine bewegende Geschichte über ein an AIDS erkranktes Mädchen und deren drogenabhängigen Eltern. Bewegend und einfühlsam sowie mit zwei liebenswerten Protagonisten bestückt ist auch Katie Lunds "Bilu e Joao", der von einem aufregenden Tag im Leben zweier Straßenkinder aus Sao Paolo erzählt. Nach zwei feinen Filmen folgt eine Enttäuschung, und diese ausgerechnet von Ridley Scott, der mit "Jonathan" einfach nicht überzeugen kann - viel zu abgehoben wirkt der Film über den Kriegsfotografen, der in seinen Albträumen als Kind seine Erlebnisse verarbeitet. Vor dem großen Finale folgt Stefano Venerusos "Ciro" über den gleichnamigen Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der sich sein Geld mit Diebstählen verdient. Die letzte und zugleich beste Episode setzte John Woo in Szene, "Song Song & Little Cat" - ein wunderbar feinfühliger und meisterhaft dargestellter Vergleich von einem armen Mädchen, das niemand wahrnimmt und einem Kind schwer reicher Eltern, das zwar materielle Güter hat, aber auch desinteressierte Eltern.
Insgesamt ist "Alle Kinder dieser Welt" eine absolut sehenswerte Zusammenstellung über Kinder in verschiedenen Lebenslagen, bei der die tollen Episoden über die zwei schwächeren hinwegsehen lassen, ein Filmgenuss, dem man zumindest als Ausleihe eine Chance geben sollte.

 

Störendes/auffälliges Product-Placement: NEIN

Sehenswertes in/nach den Credits: NEIN

Zielgruppe: Kunstkino 50% - Mainstream 50%

Wertung Film:


BILD

Format: 1,85:1 - 16:9 
Originalformat: JA
System: PAL 
Bemerkungen: Die Bildqualität ist trotz der unterschiedlichen Beiträge im Grunde relativ konform, lediglich die eingesetzten Stilmittel schwanken logischerweise von Episode zu Episode. Ansonsten präsentiert sich die Zusammenstellung auf DVD in guter Qualität, die Farben sind natürlich bis kräftig, der Kontrast, wenn auch stellenweise etwas steil, ist absolut in Ordnung, wie auch der Schwarzwert. Die Schärfe ist gut ausgefallen, könnte aber noch etwas besser sein, die Detailzeichnung gefällt. Defekte oder sonstige gröbere Fehler fallen nicht auf, nur die Kompression macht sich stellenweise bemerkbar - unverständlich, warum die DVD-9 nur mit 5,18GB befüllt ist. 
Wertung Bild: 70%

TON

Sprachen/Format(e):

Dolby Digital - Spuren

DTS - Spuren:

PCM - Spuren:

Deutsch 5.1 - 384 kbit
O-Ton (diverse Sprachen)  5.1 -  384 kbit

Deutsch 5.1 - 768 kbit

keine

Untertitel: Deutsch
Bemerkungen: Der Ton präsentiert sich von Episode zu Episode etwas unterschiedlich, besonders was den Einsatz von Surroundeffekten und dem Subwoofer angeht - einige Episoden verfügen allerdings über sehr dynamische und lebendige Abmischungen. Eines haben alle gemein: eine gut verständliche und natürliche Sprachwiedergabe, die nur im O-Ton geringen Schwankungen unterliegt. Der deutsche DTS-(UP-)Mix wirkt lediglich im Pegel etwas angehoben gegenüber dem Dolby-Pendant, ansonsten sind die Unterschiede minimal. 
Wertung Ton: 70%

AUSSTATTUNG

Anzahl DVDs: 1
Verpackung: Keep Case
Menüs: animiert, mit Musik hinterlegt
Bemerkungen: Die uns zum Test vorliegende Verleih-DVD von EuroVideo verfügt als Bonus nur über zwei Trailer zu anderen Filmen. Die in Bild und Ton idente Verkaufs-DVD von Concorde wird über folgende Specials verfügen (zusammen ca. 25min.):
- Kinotrailer
- Making-of „A Look Inside“
- Die Entstehungsgeschichte des Projektes „Alle Kinder dieser Welt“
- Informationen zu den Regisseuren
- Musik-Clip „Teach me again“
- Trailer des World Food Programme
- Beitrag „60 Jahre UNICEF“
- UNICEF-Aids Spot „David Beckham und Robbie Williams gemeinsam gegen Aids“
Wertung Ausstattung: 10% (Verleih)

Fazit

Im Fazit kann man "Alle Kinder dieser Welt" als gelungenes Projekt bezeichnen, mit 2 mittelprächtigen, 3 tollen und 2 exzellenten Episoden. Die Bild- und Tonqualität stimmt auch, sodass man die Scheibe mindestens als Ausleihe nur allerwärmstens empfehlen kann.


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Verantwortlicher Redakteur: Klaus Doblmann  Rezensionsdatum: 11.10.2006

Infos zum Testverfahren

Alle verwendeten Bilder etc. copyright Eurovideo!
Diese Test-DVD wurde uns dankenswerterweise von EuroVideo zur Verfügung gestellt

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