Brothers Grimm

 

Genre: Fantasy/Action/Horror/Mystery 
Freigabe: ab 12  
Produktion: UK/CZ 2005 
Veröffentlichung DVD: 09.02.2006 (Leih-DVD von Eurovideo)
12.04.2006 (Kauf-DVD von Concorde) 
Publisher: Eurovideo (Verleih)/ Concorde (Verkauf) 
Ländercode:
Laufzeit: 113min 
Regie: Terry Gilliam 
Darsteller: Matt Damon, Heath Ledger, Peter Stormare, Monica Bellucci 
Musik: Dario Marianelli 
Produzent: Charles Roven, Daniel Bobker 
Drehbuch: Ehren Kruger  
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Alle verwendeten Bilder etc. copyright Eurovideo!
Dank an Eurovideo für das Rezensionsexemplar

 

INHALT

 Kein Fluch, den wir nicht brechen könnten, Kein Bann, den wir nicht abwenden könnten, Kein Dämon, den wir nicht austreiben könnten …
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Deutschland leidet unter der Besatzung Frankreichs. Die Brüder Will und Jake Grimm (MATT DAMON und HEATH LEDGER) sind als Geisteraustreiber unterwegs und stets zur Stelle, wenn einsame Gemeinden von vermeintlichen Dämonen und Hexen heimgesucht werden. Zuverlässig befreien sie die Dorfbewohner von den unheimlichen Erscheinungen. Kein Wunder: Bei dem Spuk handelt es sich um faulen Zauber, von den findigen Brüdern selbst inszeniert, um sich Geld und Unterbringung zu ergaunern. Als die Besatzungsmächte den Grimms auf die Schliche kommen, erhalten sie eine einzige Chance der Todesstrafe wegen Hochstapelei zu entgehen: In einem verwunschenen Wald sollen Will und Jake das Geheimnis von zehn spurlos verschwundenen Mädchen aufdecken – und stoßen dabei auf einen schrecklichen Fluch, der nur durch entschlossenes Handeln gebrochen werden kann. Dumm nur, dass die Brüder ausgemachte Hasenfüße sind und von Exorzismus in Wahrheit keinen blassen Schimmer haben … (Pressetext)

"Brothers Grimm" - das kommt dabei heraus, wenn man zwei Geschichtensammler mit Humor, Mystik, französischen Soldaten und vielen Kinderliedern und - Geschichten verknäuelt. Nun, Verknäueln ist hier wohl schon das richtige Wort, denn der Film ist eher ein kunterbunter Mischmasch als aus einem Guss. Der arg aufgesetzte, morbide Humor (ein Kind, das zum Lebkuchenmann mutiert...), eine arg an den Haaren herbeigezogene Geschichte, die geübte Filmseher nach der ersten Stunde durchschaut haben und die unfreiwillig eingesetzten Geschichten um Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und co passen nicht so recht zusammen. Einerseits will der Film eine ernste Horrorgeschichte sein, was zeitweise auch sehr gut gelingt, der holprige Humor lässt diese Gruselmomente aber wieder so schnell verschwinden, wie sie aufgekommen sind. Als gelungen, action- und temporeich darf man das Ende des Filmes bezeichnen, bis dahin sind aber gut 80 Minuten voll von skurrilem Blödsinn vergangen. Die Schauspieler mögen sehr gut gefallen und auch das Overacting passt gut zur restlichen Inszenierung, welche bild- und tongewaltig sowie mit tollen Kostümen und Kulissen erfolgt. Fazit: Freunde des morbiden Humors und abgedrehter Fantasygeschichten können zuschlagen, wer sich einen kalten Horror- oder Mysteryfilm erwartet wird eher enttäuscht werden.

 

Störendes/auffälliges Product-Placement: NEIN

Sehenswertes in/nach den Credits: NEIN

Wertung Film: 60%


BILD

Format: 1,85:1 - 16:9 
System: PAL 
Bemerkungen: Der Film arbeitet stark mit farblichen Stilmitteln, mal einem harten Grünstich, mal fast ganz zurückgenommene Farben, was aber gut zur Untermalung der Geschichte passt. Die Schärfe kann man im Allgemeinen als gut bezeichnen, manchmal selten als sehr gut mit porentiefen Details. Kompressionsartefakte lassen sich manchmal leicht in Flächen und um Kanten, die manchmal durch Aliasing gezeichnet sind, erkennen. Rauschen ist nur ganz dezent bis gar nicht vorhanden. Hasenfuß des Bildes sind Schwarzwert und Kontrast: Während beide in den hellen Szenen meist sehr zufriedenstellend sind, so wird in vielen dunklen Szenen das Schwarz zu einem bläulichen Dunkelgrau mit nur wenig Kontrast, so dass das Bild in einigen wenigen Extremsituationen sehr undifferenziert wird und Details verschluckt werden. Alles in Allem ein gutes Bild mit Schwächen im dunklen Bereich, dem man gerade noch 60% geben kann.
Wertung Bild: 60%

TON

Sprachen/Format: Deutsch: DD 5.1EX, DTS-ES, Englisch: DD 5.1, Audiokommentar: DD 2.0 
Untertitel: Deutsch 
Bemerkungen: Viel erfreulicher als das Bild präsentiert sich der Ton: Gute Räumlichkeit mit Umgebungsgeräuschen und einem sehr gut aufgelösten Score und eine gute tonale Abmischung wollen sehr gefallen. Auch der Subwoofer bekommt zuweilen ordentlich zu tun. Wirklicher Kritikpunkt im Tonbereich sind die deutschen Stimmen, die oftmals einen zu lächerlichen französischen Akzent aufweisen, zudem gehen durch die Synchro viele deutsche Wortspielereinen verloren, die nur in der (dadurch besseren) Originaltonspur auffallen. Ansonsten lassen sich nicht viele Unterschiede zwischen der englischen und deutschen Tonpiste ausmachen, nur der DTS-Ton ist ein wenig präsenter und feiner. 
Wertung Ton: 80%

AUSSTATTUNG

Anzahl DVD'S:
Verpackung: Amaray 
Bemerkungen: Auf der Verleih-DVD, die uns zum Test vorlag, finden sich lediglich 2 Trailer und ein sehr interessanter Audiokommentar, zu der Ausstattung der Verkaufs-DVD liegen uns noch keine Infos vor. 
Wertung Ausstattung: 20%

Fazit

 "Brothers Grimm" ist ein etwas in der Story enttäuschendes Fantasy-Horror-Spektakel, das aber Fans von morbidem Humor und irrwitzigen Geschichten durchaus gefallen wird. Das Bild ist nicht so knackig, dafür der Ton umso besser.
Das Review bezieht sich auf die Verleih-Version, wir gehen aber davon aus, dass, wie in der Vergangenheit bewiesen, die Verkaufsversion über die selben technischen Werte verfügen wird.


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Verantwortlicher Redakteur: Klaus Doblmann

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