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Columbus Day |
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Originaltitel: | Columbus Day |
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| Genre: | Drama, Thriller, Action | ||
| Freigabe: | FSK 16 | ||
| Produktion: | USA 2008 | ||
| Veröffentlichung DVD: | 26.09.2008 | ||
| Anbieter: | KochMedia | ||
| Ländercode: | 2 | ||
| Laufzeit: | 1:26:45 | ||
| Regie: | Charles Burmeister | ||
| Darsteller: |
Val Kilmer, Marg Helgenberger, Wilmer Valderrama... | ||
| Musik: | Michael A. Levine | ||
| Produzent: | Dana Brunetti, Val Kilmer, Fred Roos, Kevin Spacey | ||
| Drehbuch: | Charles Burmeister | ||
| EAN: | 4020628980634 | ||
| Links zum Film: | IMDB
OFDB |
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INHALT |
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| Manchmal kann man ob
der Vermarktungsstrategien für einen Film nur mit dem Kopf schütteln
und "Columbus Day" ist einer dieser Filme. In großen Lettern prangt da
"Nach 'Spartan' der nächste Action-Kracher mit Genre-Ikone Val Kilmer",
das Rückcover ist voll mit Bildern von Actionszenen. Eine absolute
Übertreibung ist auch das Bild auf der Frontseite: Es zeigt Val Kilmer
mit gleich zwei Pistolen (so viele trägt er im Film zu keiner Zeit) um
den Actionhelden-Charakter herausstechen zu lassen. Kurzum: Die
Aufmachung entspricht derjenigen, die man sich von einem
B-Actionstreifen erwarten würde. Der Haken an der Sache: "Columbus Day" ist kein Actionkracher und schon gar kein B-Movie. Was hier als Direct-to-DVD-Vermarktung in die DVD-Regale kommt, ist für mich eine der größten Überraschungen dieses Jahres: Eine feinfühlige, psychologische Geschichte um einen Aussteiger aus der Kriminalität, ein Drama um einen Protagonisten, der alles auf eine Karte setzt um in seinem Leben neu durchstarten zu können. Die Actionszenen spielen mit vielleicht etwas über 5 Minuten der Gesamtlaufzeit eine absolut untergeordnete Rolle. Aber erstmal alles der Reihe nach: John (Val Kilmer) will seinen letzten großen Coup durchziehen, die Übergabe geht aber schief und nun versucht er, dem Mann, den er bestohlen hat, seine Ware (worum es geht, wird nie erläutert und ist auch nicht relevant) zurück zu verkaufen um sich dann nach Florida abzusetzen. Von ein paar Nebenschauplätzen abgesehen spielt der Film in einem Zeitraum von wenigen Stunden in einem Park in L.A., von wo aus John per Handy und Telefonzelle die Geschäfte zu regeln versucht. Die Geschichte um den Verkauf der Ware tritt aber gegenüber den Nebenhandlungen in den Hintergrund: "Columbus Day" dreht sich um einen gealterten Kriminellen, der versucht, den Rest seines Lebens, der ihm geblieben ist, zu retten. In etlichen Telefongesprächen trennt er sich von einer ihm auf der Geldbörse liegenden Schlampen-Freundin, baut eine neue Beziehung zu seiner Ex-Frau Alice (Marg Helgenberger, bekannt etwa aus CSI) auf und versucht mit seiner Tochter, die nichts mehr mit ihm zu tun haben will, wieder ins Gespräch zu kommen. So nebenbei mischt sich dann auch noch der schwarze Schuljunge Esteban (Bobb'e J. Thompson) in sein Leben ein, der am namensgebenden Feiertag "Columbus Day" ebenfalls im Park herumhängt und sich wie eine Klette an Johns Fersen heftet. Val Kilmer beweist, dass er nach etlichen Jahren voller durchwachsener Rollenangebote auch in einem sehr psychologischen Film eine glänzende Hauptfigur abgeben kann, er zeigt Gefühle, mimt den Aussteiger-Kriminellen sehr glaubwürdig und facettenreich. Auch die Nebendarsteller agieren zumeist recht souverän, allen voran Bobb'e J. Thompson und Marg Helgenberger, deren Rolle durchaus größer hätte sein dürfen. Charles Burmeister zeigt in seinem ersten großen Film, dass er neben einer schnörkellosen Regie auch ein tolles Script abliefern kann - von ihm werden wir in Zukunft noch mehr sehen. Für die Atmosphäre im Film sorgen auch die durchaus gelungenen Klänge von TV-Komponist Michael A. Levine und Routinier Julio Macat liefert hinter der Kamera die passenden Bilder. Will man "Columbus Day" neben der Bewerbung, die völlig am Film vorbeigeht, eines vorwerfen, dann ist es die Laufzeit: Schwache 90 Minuten sind knapp bemessen, auf 120 Minuten ausgedehnt hätte die Geschichte noch mehr von ihrem Potential entfalten können. Sei es, wie es ist: "Columbus Day" ist ein erstklassiges Action-Drama geworden, das man sich gerne ins heimische DVD-Regal stellen kann. |
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Störendes/auffälliges Product-Placement: NEIN |
Sehenswertes in/nach den Credits: NEIN |
Zielgruppe: Kunstkino 20% - Mainstream 80% |
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Wertung Film: |
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BILD |
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| Format: | 2,35:1 - 16:9 |
| Originalformat: | JA |
| System: | PAL |
| Bemerkungen: | Das Bild weist über eine recht gute Schärfe und Detailzeichnung auf, auch Kontrast und Schwarzwert stimmen. Die Farben sind als Stilmittel etwas gedämpft gehalten, was auf DVD gebührend umgesetzt wird. Die Kompression zeigt sich manchmal leicht in (Farb-)Flächen, ansonsten sind keine Fehler oder (analoges) Rauschen auszumachen. |
| Wertung Bild: 80% | |
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TON |
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| Sprachen/Format(e): |
Dolby Digital - Spuren |
DTS - Spuren: |
PCM - Spuren: |
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Deutsch 5.1 - 448 kbit Englisch 5.1 - 448 kbit |
Deutsch 5.1 - 768 kbit |
keine |
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| Untertitel: | Deutsch |
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| Bemerkungen: | Auch im Tonbereich weiß die DVD zu überzeugen, die Dialoge werden gut verständlich wiedergegeben und in den Actionszenen gibt es für alle Lautsprecher was zu tun. Die deutsche Synchro ist okay ausgefallen, wesentlich besser ist natürlich der Originalton, da gerade Slangs schwer zu übersetzen sind und die Originalsprecher einfach authentischer wirken. Auf den deutschen DTS-Upmix hätte zu Gunsten einer höheren Bitrate beim Bild verzichtet werden können. | ||
| Wertung Ton: 80% | |||
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AUSSTATTUNG |
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| Anzahl DVDs: | 1 |
| Verpackung: | Keep Case |
| Menüs: | animiert, mit Musik hinterlegt |
| Bemerkungen: | Als Specials spendiert KochMedia der
Scheibe neben dem deutschen und englischen Trailer ein Interview mit
Val Kilmer (11:09) und einen Behind-the scenes- Clip (29:16). Im
Interview erzählt Kilmer etwas langatmig von den Dreharbeiten, das
Behind-the-scenes-Special ist gänzlich unkommentiert und liefert einen
Eindruck von den Dreharbeiten und den Aktivitäten während der
Drehpausen. Keines der beiden Specials ist als Pflichtprogramm zu
bezeichnen, man kann sie beide aber durchaus ansehen. |
| Wertung Ausstattung: 50% | |
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Fazit |
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Nur nicht von der Verpackung täuschen
lassen: "Columbus Day" ist kein B-Action-Movie, sondern ein
hochkarätiges, feinfühliges Drama. Dank der sehr guten technischen
Werte kann auch die Umsetzung auf DVD gefallen. |
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Prädikat: sehr empfehlenswert |
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Verantwortlicher Redakteur: Klaus Doblmann Rezensionsdatum: 01.10.2008 |
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