Hell in the Pacific

 

Originaltitel: Hell in the Pacific
Genre: Drama 
Freigabe: FSK 12  
Produktion: USA 1968
Veröffentlichung DVD: 24.08.2006
Publisher: EuroVideo
Ländercode: 2
Laufzeit: 1:37:23
Regie: John Boorman
Darsteller: Lee Marvin, Toshirô Mifune
Musik: Lalo Schifrin
Produzent: Reuben Bercovitch
Drehbuch: Alexander Jacobs, Eric Bercovici
EAN: 4009750255421
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INHALT

Pazifik, 1944: Der zweite Weltkrieg steuert auf den Höhepunkt zu, für den japanischen Captain Tsuruhiko Kuroda (Toshirô Mifune) und den amerikanischen Piloten (Lee Marvin) mutiert der Krieg aber zu einem Privatkampf auf Leben und Tod: Sie beide sind, der Japaner nach einem Schiffsbruch und der Amerikaner nach dem Abschuss seines Flugzeuges, auf einer kleinen, unbewohnten Insel gestrandet. Je den anderen als Todfeind vor Augen stehlen sie sich gegenseitig die raren Nahrungsmittel, zerstören sich die notdürftigen Unterkünfte und bekriegen sich gegenseitig. Während eines Wolkenbruchs nimmt der Japaner dann den Amerikaner gefangen und kettet ihn an einen Baumstumpf. Dem Amerikaner jedoch gelingt nicht nur die Flucht, sondern er schafft es auch, den Japaner zu überwältigen und ihn gleichfalls zu malträtieren. Doch dann kommt beiden die Vernunft, dass durch ihren Kleinkrieg beide die Insel nicht lebend verlassen werden und so beginnen Sie, Anfangs unter großem Misstrauen, gemeinsam an einem Floß zu bauen, das sie von der Insel weg zurück in die Zivilisation bringen soll...

Nur zwei Männer, eine begrenzte Location, schon so manches Filmprojekt scheiterte an der packenden Inszenierung einer solchen Geschichte, nicht aber "Hell in the Pacific". Es sind nicht nur zwei normale Männer, die um ihr Überleben kämpfen, sondern es sind zwei Soldaten, darauf eingeschworen, den anderen im Krieg ohne mit der Wimper zu zucken zu vernichten. Der Film porträtiert auf herausragende Weise den Hass zwischen den beiden Männern, die Furcht vor dem Feind, den psychologischen Terror und die Verzweiflung. Es geht nicht nur ums Überleben, sondern über das Ablegen von falschen Vorurteilen und der Erkenntnis, dass sie beide sprichwörtlich im selben Boot sitzen und nur zu zweit eine Chance haben, lebend von ihrem Gefängnis zu fliehen. Regisseur John Boorman setzte die Geschichte gekonnt in Szene und verzichtete auf amerikanischen Patriotismus, Kitsch und Ausschmückungen, eine Entscheidung, die die beiden Männer nicht nur ebenbürtig erscheinen lässt, sondern auch viel zu der schmutzigen, erdigen Atmosphäre des Filmes beiträgt. Eine Besonderheit ist auch, dass der Amerikaner nur Amerikanisch (bzw. Deutsch in der Synchro) und der Japaner nur Japanisch spricht, auch in der Übersetzung, der Zuseher (sofern er nicht Japanisch sprechen kann) also nur eine Seite der Dialoge versteht. Dies lässt den Fokus auf die Bilder und das nonverbale abschweifen, es werden Gestik, Mimik, Körperhaltung, Intonation und andere Sachen wichtig, und das ist der Punkt, wo die exzellente Schauspielarbeit der beiden Darsteller ins Spiel kommt, durch die der Film sogar gänzlich ohne verständliche Dialoge zugänglich und erfassbar wäre. Zum Bildaufbau und der laut anderen Rezensionen beeindruckenden Inszenierung können wir leider nichts sagen, da der Film in dieser VÖ nur als Pan&Scan-Transfer vorliegt, näheres dazu aber in der Bildbewertung. Insgesamt ein sehr berührender, toll gespielter und exzellent in Szene gesetzter Film über den verzweifelten Überlebenskampf zweier Todfeinde, den man nur empfehlen kann.

 

Störendes/auffälliges Product-Placement: NEIN

Sehenswertes in/nach den Credits: NEIN

Wertung Film:


BILD

Format: 1,33:1 - 4:3 
System: PAL 
Bemerkungen: Vorspann: Ah ja, ein nicht-anamorpher 2,35:1-Transfer, naja, damit kann man leben, meint man: Denn kaum ist der Vorspann vorüber, wird aus dem vermeintlichen Originalformat ein Pan&Scan-Transfer des 2,35:1-Bildes. Solche Transfers gehören unserer Meinung nach höchstens beim billigen Werbefernsehen im Nachtprogramm ausgestrahlt, auf DVD ist so ein Bild schlichtweg unakzeptabel. Denn dem Transfer fehlt nicht nur fast die Hälfte des horizontalen Bildes, sondern dies zerstört auch die Inszenierung und die eigentlich wunderschöne Kameraarbeit von Conrad Hall, wodurch der Film viel von seinem Eindruck und seiner Wirkung verliert.

Kommen wir aber zur Bewertung des vorliegenden Bildes: Für einen Film aus den 60ern ist dies akzeptabel: Die Farben sind zwar flach und geben nicht das Potential von Technicolor-Filmen wieder, sind aber dennoch in Ordnung. Der generell etwas schwach kontrastrierte Transfer verschluckt zudem in den (Gott sei Dank wenigen) dunklen Szenen und in den Schatten einiges an Details und wird dort zur grau-schwarzen Bildsuppe mit nur wenig Durchzeichnung. Die Schärfe ist stets etwas weich und erreicht nie wirklich exzellente Werte, die Detailzeichnung ist okay. Größere Filmdefekte fallen kaum auf, man findet nur die üblichen kleinen Verschmutzungen vor, daneben gibt es auch noch leichte Doppelkonturen zu verzeichnen, Rauschen hält sich erfreulicherweise im Hintergrund.
Wertung Bild: 40% (rein technische Wertung, Bildformat nicht einbezogen)

TON

Sprachen/Format(e):

Dolby Digital - Spuren

DTS - Spuren:

PCM - Spuren:

Deutsch 1.0 - 192 kbit
Englisch 2.0 - 192 kbit

keine

keine

Untertitel: keine
Bemerkungen: Am Ton gibt es für das Alter nicht viel auszusetzen: Der englische O-Ton ist leicht flach und dumpf, generell sind Sprach- und Musikwiedergabe ohne größere Probleme oder Defekte und sind gut verständlich, auch die Effekte können überzeugen und die generelle Dynamik ist recht gut. Der deutsche Ton ist um einiges dumpfer und vor allem in den Effekten weniger spektakulär und dynamisch als der Originalton, aber auch sonst gut verständlich und ohne größere Auffälligkeiten.  
Wertung Ton: 40%

AUSSTATTUNG

Anzahl DVD'S: 1
Verpackung: Keep Case
Bemerkungen: Die Menüs sind mit Bildern aus dem Film hinterlegt und nicht animiert, Sonderausstattung gibt es keine, nicht mal Trailer.
Wertung Ausstattung: 0%

Fazit

Es ist sehr lobenswert, dass sich Eurovideo auch exzellenten Klassikern der Filmgeschichte widmet, nur an der Umsetzung sollten sie etwas arbeiten, denn ein Pan&Scan-Transfer lockt die Zielgruppe der Filmliebhaber nicht hinter dem Ofen hervor. Wer die deutsche Synchro braucht und mit dem beschnittenen Bild leben kann, kann zähneknirschend zugreifen, alle anderen sollten sich die MGM-DVD aus Amerika importieren.


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Verantwortlicher Redakteur: Klaus Doblmann  Rezensionsdatum: 14.08.2006

Infos zum Testverfahren

Alle verwendeten Bilder etc. copyright EuroVideo!
Diese Test-DVD wurde uns dankenswerterweise von EuroVideo zur Verfügung gestellt

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