Prey for Rock & Roll

 

Originaltitel: Prey for Rock & Roll
Genre: Musikfilm/Drama 
Freigabe: FSK 12  
Produktion: USA 2003
Veröffentlichung DVD: 28.09.2006
Publisher: Galileo Medien AG
Ländercode: 2
Laufzeit: 1:43:13
Regie: Alex Steyermark
Darsteller: Gina Gershon, Drea de Matteo, Lori Petty, Shelly Cole...
Musik: Stephen Trask, Cheri Lovedog
Produzent: Gina Gershon. Donovan Mannato, Gina Resnick
Drehbuch: Cheri Lovedog, Robin Whitehouse
EAN: 4260090980262
Links zum Film: IMDB OFDB
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INHALT

Das Leben von Rock 'n Roll Musikerinnen - nicht gerade ein Stoff über den man im Film alle Monate mal stolpert. Newcomer-Regisseur Alex Steyermark versuchte sich daran und wählte als Vorbild für den Film das auf ihren eigenen Erlebnissen basierende Bühnenstück von Cheri Lovedog, Gründerin der L.A.-Punkband "Lovedog".
Jacki (Gina Gershon), die Bandleaderin der gemeinsamen Truppe "Clam Dandy", ist nun fast 40 und schon seit 20 Jahren im Geschäft, vom großen Durchbruch ist sie und ihre Band aber meilenweit entfernt, Tracy (Drea de Matteo), die Bassistin, säuft wie ein Loch und pumpt sich mit Drogen voll. Dann gibt es da noch Sally (Shelly Cole), Schlagzeugerin und mit 23 die jüngste im Bunde sowie Faith (Lori Petty), Gitarristin und zugleich Sallys Geliebte und beste Freundin von Jacki. Der Band geht es schlecht, sie spielen auf vielen kleinen Konzerten, die kaum Kohle für die Musikerinnen abwerfen und so halten sich alle mit Tagesjobs über dem Wasser. Aber nicht nur musikalisch fehlt der Durchbruch, auch das Privatleben der Musikerinnen ist durchwoben von Problemen, Zweifeln und Ängsten. Als die Band dann unverhofft eine Aussicht auf einen Plattenvertrag bekommt, soll sich aber alles zum besseren wenden...

"Prey for Rock & Roll" ist keine Underdog-Geschichte, den Protagonistinnen widerfährt im ganzen Film nicht viel Gutes, ein klassischer Musikfilm ist es aber auch nicht. Was ist der Film dann? Es fällt schwer, darauf eine klare Antwort zu geben. Zum einen gibt der Film einen authentischen Einblick in das Leben und die Probleme einer kleinen Band voller mittelmäßig talentierter Musiker, die nach oben wollen, hin zu Erfolg und einem besseren Leben. Zum anderen ist der Film aber auch voll von menschlichen Dramen wie Gewalt, Alkohol, Drogen, Kindheitstraumata, Vergewaltigung, Beziehungsprobleme etc. Genau bei der Mischung dieser beiden Elemente hakt es aber etwas: Anstatt sich auf die Musik, den Zusammenhalt der Band und deren Vorwärtskommen zu konzentrieren, zerpflückt der Regisseur den Film in kleine Einzelteile mit Klischees wie dem aus dem Knast zurückkehrenden Bruder, den Drogenhändler, der als Bezahlung auch mal mehr intimere Methoden akzeptiert, die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch durch den Vater und viele andere Dinge mehr, die zwar allesamt gut inszeniert (mal abgesehen von teilweise sehr flachen Dialogen) und gespielt sind, man in dieser oder ähnlicher Form aber schon dutzende Male gesehen hat. Hier hätte etwas mehr Fokus auf die eigentliche Geschichte aus dem guten einen exzellenten Film machen können, denn ansonsten stimmt eigentlich alles: Schauspielerisch kann der Streifen mit beeindruckenden Leistungen überzeugen, besonders Gina Gershon und Drea de Matteo gehen in ihren Rollen voll auf. Auch die Inszenierung des Filmes, der die meiste Zeit im dunkeln spielt, ist sehr gelungen, man merkt dem Regisseur seine Herkunft als Musikproduzent positiv an. Musik, ein gutes Stichwort: Die von Cheri Lovedog und Stephen Trask geschriebenen und von den Darstellern teils selbst gecoverten Songs sind sicher nicht das, was man als Creme de la Creme bezeichnen würde, besonders der Gesang könnte teilweise besser sein - aber sie erfüllen exakt ihren Zweck, sollen sie ja auch die Musikstücke einer eher mittelmäßigen Band darstellen, alles andere würde hier fehl am Platz wirken.
Am Ende bleibt ein toll gespieltes und fachgerecht inszeniertes Musikdrama mit vielen nur allzu menschlichen Elementen und Schicksalen, das mit weniger Stereotypen und mehr Konzentration auf das Wesentliche das Zeug zu mehr gehabt hätte. So bleibt ein solider Film übrig, den man an Story und Musik interessierten Personen aber durchaus empfehlen kann.

 

Störendes/auffälliges Product-Placement: NEIN

Sehenswertes in/nach den Credits: JA

Wertung Film:


BILD

Format: 1,78:1 - 16:9 
System: PAL 
Bemerkungen: Das digital gedrehte Bild schlägt sich im oft im Dunkeln spielenden Film sehr wacker: Die Farbpalette reicht von natürlich bis hin zu gewollten Grün- und Blaustichen, der Kontrast ist gut, könnte in manchen Szenen aber etwas steiler sein. Auch der Schwarzwert ist zumeist sehr ordentlich, in den dunklen Szenen wurde dieser aber auf ein dunkles Grau angehoben um das Bild nicht zu dunkel werden zu lassen. Auch die Schärfe ist sehr ordentlich ausgefallen, nur selten macht das Bild einen leicht weichen Eindruck, teilweise ist das Bild sogar porentief scharf, dementsprechend gut ist die Detailzeichnung. Auch die Kompression arbeitet sehr ordentlich, unter den sonstigen Fehlern sind eigentlich nur gelegentlich leichte Nachzieheffekte von hellen Bildelementen auf dunklem Hintergrund auszumachen.
Wertung Bild: 70%

TON

Sprachen/Format(e):

Dolby Digital - Spuren

DTS - Spuren:

PCM - Spuren:

Deutsch 5.1 - 448 kbit
Englisch 5.1 - 448 kbit
Englisch 2.0 - 192 kbit
Deutsch 2.0 - 192 kbit

keine

keine

Untertitel: Deutsch
Bemerkungen: Die Tonspuren präsentieren sich sehr ausgewogen, besonders in den Musikstücken dürfen auch die hinteren Lautsprecher und der Subwoofer mitreden, ansonsten spielt sich das Geschehen gut abgemischt hauptsächlich auf den vorderen Kanälen ab. Die beiden Sprachfassungen sind beide gelungen, die Dialoge wirken in der deutschen Synchro allerdings einen Tick natürlicher als in der englischen Originalfassung, wo sie stellenweise etwas dumpf klingen.  
Wertung Ton: 60%

AUSSTATTUNG

Anzahl DVDs: 1
Verpackung: KeepCase
Bemerkungen: Unter der Ausstattung finden sich lediglich 5 Trailer zu anderen Filmen, was für einen Film dieser Budgetklasse aber nicht verwunderlich ist. Den in unseren Unterlagen angekündigten Regiekommentar konnten wir auf der Scheibe nicht finden.
Wertung Ausstattung: 10%

Fazit

Ein gut gelungenes Musikdrama über das Leben und Überleben als kleine Rockband und den damit verbundenen Problemen und Schwierigkeiten. Tolle Darsteller und gute Inszenierung, nur leider etwas stereotyp. Technisch ist alles in bester Ordnung, Interessierte dürfen zugreifen.


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Verantwortlicher Redakteur: Klaus Doblmann  Rezensionsdatum: 25.08.2006

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Diese Test-DVD wurde uns dankenswerterweise von Galileo Medien AG zur Verfügung gestellt

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