The Big White

 

Originaltitel: The Big White
Genre: Komödie/Drama 
Freigabe: FSK 12  
Produktion: DE/CAN/NZ/US - 2005
Veröffentlichung DVD: Verleih: erhältlich
Verkauf: 21.12.2006
Anbieter: e-m-s
Ländercode: 2
Laufzeit: 1:40:30
Regie: Mark Mylod
Darsteller: Robin Williams, Holly Hunter, Giovanni Ribisi, Tim Blake Nelson...
Musik: Mark Mothersbaugh
Produzent: Christopher Eberts, David Faigenblum, Chris Roberts
Drehbuch: Collin Friesen
EAN: Verleih: 4020974161138
Links zum Film: IMDB OFDB Offizielle Homepage
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INHALT

"The Big White" ist der erste große Film von Mark Mylod nach dessen "Ali G Indahouse". Dieser spielt im verschneiten Alaska und dreht sich um den finanziell abgebrannten Paul Barnell (Robin Williams), der eines Tages per Zufall in einem Abfallcontainer eine Leiche entdeckt. Um die teure Behandlung seiner am Tourette-Syndrom erkrankten Frau Margaret (Holly Hunter) finanzieren zu können, fällt ihm eine grandiose Idee ein: Sein eigener Bruder Raymond (Woody Harrelson) ist seit langer Zeit verschollen, um aber die Lebensversicherungsprämie von 1 Million Dollar abstauben zu können, braucht Paul dessen Leiche, weshalb der Körper aus dem Abfall gleich mal zweckentfremdet wird. Doch der eifrige Versicherungsmann Ted (Giovanni Ribisi) riecht die Lunte und beginnt nachzuforschen, aber auch zwei Ganoven sind hinter der Leiche her und zu allem Überfluss steht auch Raymond plötzlich wieder auf der Matte...

Na, kommt Ihnen der Plot bekannt vor? Wäre nicht unwahrscheinlich, schließlich lehnt sich die Handlung sehr stark an den fabulösen "Fargo" an, der die Thematik aber eher ernst und blutig denn spaßig behandelte. Von Seiten der Fans von "Fargo" musste "The Big White" ernste Kritik einstecken, als schamlose Abkupferung wurde er bezeichnet. Ich muss gestehen, ich selbst zähle ersteren zu einem der besten Filme des vergangenen Jahrzehntes, fühlte mich aber nicht auf den Schlips getreten, denn der Vergleich der beiden Filme würde schon daran scheitern, dass sie sich innerhalb grundverschiedener Genres bewegen. Ganz im Gegenteil sogar, ich fühle mich sogar zu beiden Filmen hingezogen und "The Big White" bringt genug eigenständige Elemente mit um alles andere zu sein als nur ein stupides Comedy-Remake.

Damit sind wir auch schon beim Thema, trotz Elementen aus Kriminalgeschichte und Drama ist "The Big White" eine lupenreine Komödie, und eine rabenschwarze dazu, die sich davor hütet, allzugroße Brüller und Slapstickelemente einzubauen. Da die Geschichte selbst relativ seicht und schnell durchschaubar ist, lastet das gesamte Gewicht auf den Figuren und deren Darsteller, die es aber gut zu tragen wissen. Die Hauptgeschichte, an deren Ausgang der Zuseher am meisten interessiert ist, ist das Duell Williams gegen Ribisi. Der gute Charakter im Film ist ja eigentlich der Versicherungsmakler Ted, der alles daran setzt, den Betrüger Raymond auffliegen zu lassen- viele interessante Situationen sind da vorprogrammiert. Und doch liegen die Sympathien bei beiden Charakteren, der Zuseher kann sich sowohl in die Nöte von Raymond hineinversetzen, der ja nur seiner kranken Frau helfen will, andererseits sorgt eine gewisse Portion Rechtschaffenheit dafür, auch den Versicherungsmakler, der von einem Fettnäpfchen ins andere tritt, siegen lassen zu wollen - genau dieser Konflikt, den beide Darsteller mit Bravour austragen, hält den Film bis hin zum Ende interessant. Aber auch der Rest der Darstellerriege weiß zu überzeugen: Holly Hunter, die die psychisch leicht kranke Margaret spielt, hat einige Lacher und viele Sympathien für sich und auch Alison Lohman als Teds Freundin Tiffany sieht nicht nur zum Niederknien aus, sondern weiß als Psychotante charmant zu der Story beizutragen.

Mark Mylod kann sich wirklich glücklich schätzen, für seinen Film einen so exzellenten Cast gewonnen zu haben, aber auch die Kinematographie von James Glennon trägt einen großen Teil zum Charme von "The Big White" bei, der die Schneewüste Alaskas in atemberaubend schönen Bildern in Szene setzt. Nicht zu vergessen ist auch der wunderbar leichtherzige Score von Mark Mothersbaugh, der mit viel Percussioneinsatz die Stimmungen perfekt unterstützt und so auch einen Teil zum Gelingen des Projektes beiträgt.

Gelingen - ein gutes Wort, um den Abschluss herbeizuführen. Mark Mylod ist mit "The Big White" eine warmherzige und rabenschwarze Komödie gelungen, deren Charme voll und ganz von den exzellenten Darstellern getragen wird und deren Humor erfreulicherweise eher zurückhaltend ist und nicht, wie in vielen modernen Komödien, vor schreiendem Klamauk, Ulk und Schenkelklopfern nur so strotzt. Ich selbst fühlte mich die gut 100 Minuten sehr gut und auf hohem Niveau unterhalten und kann "The Big White" an alle Freunde der gepflegten schwarzen Komödie nur weiterempfehlen.

 

Störendes/auffälliges Product-Placement: NEIN

Sehenswertes in/nach den Credits: NEIN

Zielgruppe: Kunstkino 20% - Mainstream 80%

Wertung Film:
Wiederabspielwert:


BILD
(basierend auf nicht finalem Testmuster)

Format: 1,85:1 - 16:9 
Originalformat: JA
System: PAL 
Bemerkungen: "The Big White" sieht auf DVD sehr gut aus, zumindest soweit ich dies auf Grund der AnsichtsDVD beurteilen kann. Die Farben sind fröhlich und natürlich ausgefallen, teilweise durch Stilmittel leicht verfremdet. Kontrast und Schwarzwert können überzeugen, nur ersterer ist in wenigen Szenen etwas zu steil ausgefallen. Auch die Schärfe ist sehr gut, schwankt aber etwas - manche Closeups strotzen nur so vor Details, dafür sind besonders Weitwinkelaufnahmen etwas weich. Rauschen stellt nie ein Problem dar, es hält sich stets sehr dezent im Hintergrund und auch sonstige Defekte fallen nicht auf. Über die Kompression kann ich kein Urteil fällen, da diese auf unserer Ansichts-DVD nicht dem finalen Produkt entsprach, ließ aber dort kaum Wünsche offen.
Wertung Bild: 80%

TON

Sprachen/Format(e):

Dolby Digital - Spuren

DTS - Spuren:

PCM - Spuren:

Deutsch 5.1
Englisch 5.1

keine

keine

Untertitel: Deutsch
Bemerkungen: Der Ton lag auf unserer Test-DVD nur auf 2.0SR in Deutsch vor, weshalb ich auf eine Wertung verzichte. Was ich dort vernehmen konnte, hörte sich aber sehr gut an, mit feiner Musik- und Dialogwiedergabe, hier darf man auf starke Leistungen seitens der 5.1-Abmischungen vertrauen.
Wertung Ton: entfällt

AUSSTATTUNG

Anzahl DVDs: 1
Verpackung: Keep Case
Menüs: keine Wertung möglich
Bemerkungen: Die Einzel-DVD wird lediglich den Originaltrailer beinhalten. Im Verkauf wird auch eine Special Edition erhältlich sein, welche Bonusmaterialien darauf vorhanden sein werden, dazu gibt es noch keine Informationen, sobald es Details dazu gibt, lesen Sie diese in unseren News.
Wertung Ausstattung: entfällt

Fazit

"The Big White" entpuppte sich als wunderbar warmherzige und toll gespielte Komödie, keinesfalls ein Rip-off des Klassikers "Fargo". Liebhaber des schwarzen Humors dürfen auch wegen der sehr guten technischen Werte zugreifen.


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Verantwortlicher Redakteur: Klaus Doblmann  Rezensionsdatum: 22.10.2006

Infos zum Testverfahren

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Diese Test-DVD wurde uns dankenswerterweise von e-m-s zur Verfügung gestellt

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