All the Boys love Mandy Lane

Kinoplakat

Regie: Jonathan Levine
Darsteller:
Amber Heard, Anson Mount, Whitney Able...
Drehbuch: Jacob Forman
Produzenten: Chad Feehan, Felipe Marino, Joe Neurauter
Musik: Mark Schulz
Länge: 90 min.
Genre:
Horror, Thriller
Produktion: USA -  2006
Kinostart: AT: 01.08.08
Verleih: Senator
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Mandy Lane ist jung und supersexy. Auf der Highschool verdreht sie den Jungs reihenweise die Köpfe. Einer springt sogar vom Dach seines Hauses in den Tod, nur um das Mädchen zu beeindrucken. Doch Mandy verfügt ihrerseits über eine Waffe, an der sämtliche jovialen Annäherungsversuche scheitern: Sie ist unnahbar und unschuldig.
Mit einigen so genannten Freunden fährt sie auf eine entlegene Ranch um dort den Schulabschluss zu feiern. Selbstverständlich wollen die drei anwesenden Jungs alle nur Mandy Lane „besitzen“, doch selbst Alkohol und Drogen können Mandy nicht brechen. Als die Nacht hereinbricht taucht überdies ein Killer auf, der die anwesenden Partygäste nach und nach niedermetzelt. Bis nur noch eine übrig bleibt…

Jonathan Levines Film beginnt äußerst vielversprechend. Im grindigen 70er Jahre Look etabliert er ein recht spannendes Ausgangsszenario, in dem auch die ewigen Horrorklischees vom sexuell enthaltsamen „final girl“ unter etwas neuen Gesichtspunkten beleuchtet werden. Schon allein der Vorspann gleicht einer filmischen Liebeserklärung an die Hauptdarstellerin, wie sie in Zeitlupe durch die Korridore der Schule geht, ihr Haar weht und ihr Hintern wackelt. Die Unterkiefer der jungen Männer werden Opfer der Gravitation, die Mädels hingegen blicken voller Neid, Hass und auch Bewunderung auf die Schönheitsgöttin.

Gerade in den Anfangsminuten bietet der Film allerlei interessante „Fortsetzungsmöglichkeiten“ – doch Levine entscheidet sich für einen recht platten: ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE wird zum Teenieslasher: Auf der Ranch kommt es zu Alkohl- und Drogengelagen und vorehelichem Sex – die ganze Palette also. Es ist das Gesetz der Serienkiller, dieses böse Treiben zu beenden. Da sticht auf der anderen Seite positiv hervor, dass es sich bei den Opfern nicht unbedingt um die 08/15 Abziehbilder handelt: Mandys blonde Freundin kämpft mit den Ansprüchen des Schönheitsideals und zu kleinen Brüsten, und einer der Jungs wird gleich ganz besonders rabiat, wenn man behauptet, sein Penis wäre klein.

ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE macht nicht besonders viel Aufhebens darum, wer der Killer ist. Zunächst agiert dieser zwar noch im Dunkeln, doch schon bald bekommt auch der Zuschauer sein Gesicht zu sehen. Auch er erfüllt klar wieder das Klischee des Losers, der nicht dabei sein kann und darf. Um dem ganzen dennoch einen gewissen Pep zu verleihen, gibt’s am Schluss noch einen Twist, der gewissermaßen ein wesentliches Detail anfügt. Allerdings funktioniert das nur bedingt, man fühlt sich als Zuschauer doch etwas vor den Kopf gestoßen – zumal der Film dadurch nicht wirklich interessanter wird.

FAZIT:
Jonathan Levines Erstling verfügt über „nette“ Ideen und vor allem stilsichere Inszenierung, haucht aber dem Slashergenre nicht wirklich neue Lebensimpulse ein – zumindest nicht in dem Maße, als er es anfangs verspricht. Horrorfans können dennoch einen Blick riskieren.


Gesamtwertung:  2,5/5


Verfasser: Florian Widegger, 22.07.2008

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