James Bond 007: Casino Royale
 

Bilder zum Film:
(Vergrößerbar durch Anklicken)



James Bond (DANIEL CRAIG) trifft an seinem neuen Einsatzort ein.


Im Casino von Montenegro spielt James Bond (DANIEL CRAIG) um einen hohen Einsatz und riskiert dabei nicht nur viel Geld, sondern auch sein Leben.


James Bond (DANIEL CRAIG) versucht über Le Chiffres Freundin Solange (CATERINA MURINO) an das Terror-Netzwerk heranzukommen.


James Bond (DANIEL CRAIG) in geheimer Mission.


JUDI DENCH als "M".


Geheimagent James Bond (DANIEL CRAIG) auf gefährlicher Mission.

Alle Bilder
© 2006 Sony Pictures Releasing GmbH

Regie: Martin Campbell
Darsteller: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench...
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis nach dem Roman von Ian Fleming
Produzenten: Barbara Broccoli, Michael G. Wilson
Musik: David Arnold
Länge: 145 min.
Freigabe: FSK: ab 12
Genre:
Action/Thriller/Abenteuer
Produktion: USA/UK 2006
Kinostart: DE: 23.11.06 / AT: 24.11.06
Verleih: Sony Pictures
Offizielle HP zum Film und Trailer: www.sonypictures.at
Infos bei IMDB
Infos bei OFDB


Der gerade zur Doppelnull beförderte junge Agent des MI6, James Bond, steht einem heiklen Auftrag gegenüber: In einem Rebellencamp in Uganda soll er einen gefürchteten Terroristen schnappen. Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd kommt es schließlich in einem Botschaftsgebäude zu einer wilden Schießerei, und James Bond kann nur knapp entkommen. Seine Vorgesetzte M ist über das Vorgehen ihres Schützlings nicht gerade erfreut - doch der junge Agent bekommt erneut eine Chance: Die nächste Spur führt auf die Bahamas, wo James auf die Fährte des Bankiers international agierender Terroristen, Le Chiffre, kommt. Nach einem heißen Liebesabenteuer mit Solange, der Frau eines Handlangers von Le Chiffre, verfolgt er diesen nach Miami, wo er am Flughafen gerade noch ein Inferno verhindern kann. Sein nächster Aufenthalt führt James nach Montenegro, wo er im berühmten "Casino Royale" seinem Widersacher erstmals gegenübertritt. Mit Unterstützung der toughen Vesper Lynd, dem CIA Mann Felix Leiter und dem undurchsichtigen Agenten Mathis spielt Bond die aufregendste Partie seines Lebens...

... und wohl die aufregendste Pokerpartie, die wir je in einem Film miterleben durften. Ja, ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage: Ich habe nicht geglaubt, dass der neue Bond auch nur ansatzweise ein guter Film werden würde. Und ja, ich gehörte ebenfalls zu denjenigen, die sich Daniel Craig nicht als neuen Bond vorstellen konnten. Und ich wurde in knapp zweieinhalb Stunden CASINO ROYALE eines besseren belehrt.

JAMES BOND IST ZURÜCK

und das besser, spannender und rasanter denn je - seit "Goldeneye" (und der liegt ja auch schon knapp 10 Jahre zurück) gab es keinen so - sorry for the nasty language - geilen Bondfilm mehr zu sehen. Dabei hat auch CASINO ROYALE seine Schwächen, es ist kein durchgehender Actionfilm und verliert eigentlich sehr viel Zeit mit der Pokerpartie in der titelgebenden Spielhölle. Aber hey, der Typ der da spielt ist der coolste Agent aller Zeiten und mit Mads Mikkelsen hat er einen ebenbürtigen Gegner. Dieser spielt seine Figur relativ zurückhaltend, kühl und berechnend und hat auch einen etwas unbefriedigenden Abgang zum Schluss - das passt sich aber auch ganz gut an das Gesamtbild seines Charakters an. Eva Green und Caterina Murino machen ihre Sache als Bondgirls mehr als gut: Letztere ist zwar nur kurz und dafür heftig als heiße Verführerin zu sehen, erstere hingegen harmoniert mit Daniel Craig wunderbar - die beiden würden perfekt als Agentenpaar durchgehen.
Und zu Daniel Craig: Allen Unkenrufen, die im Vorfeld die Gemüter erhitzten, zum Trotz, ist er ein genialer Bond, der gerade diese jugendliche Ungestümtheit, dieses "mit dem Kopf durch die Wand"- wollen, diese leichte Naivität, geradezu perfekt verkörpert. Ein Pierce Brosnan hätte in diesem Bond niemals die Titelrolle spielen können, dafür ist er einfach zu smart, Daniel Craig hat dafür andere Qualitäten und sei es nur, dass er in einer Szene beweist, dass er Eier aus Stahl hat.

"Drei Teile Gordon's Gin, ein Teil Wodka, ein halber Teil Kina Lillet, mit viel Eis schütteln und dazu eine dünne Zitronenscheibe" - Der "Vesper Martini"

Jetzt ist auch dieses Geheimnis um Bonds Lieblingsgetränk gelüftet, das er sich in diesem Film während nervenzerfetzender Pokerpartien zu Gemüte führt. Auch der Aston Martin DB 5 ist mit von der Partie. Und der typische trockene Humor, der die Bondfilme bisher auszeichnete, wird in CASINO ROYALE in neue Höhen getrieben: Etwa wenn M nach der Schlappe mit James in Uganda den Ausspruch "Sometimes I miss the cold war" tätigt, wenn James eine Runde mit Solange dreht, oder auch mal auf geschüttelt oder gerührt verzichtet. Es gibt viel zu lachen. Und viel zu staunen, denn die Actionszenen zählen mit zu den besten, die man in den letzten Jahren im Kino sehen durfte: Endlich wird Abstand genommen von unrealistischen Computereffekten und Pipapo - CASINO ROYALE ist straight in der Action und gerade deshalb sehenswert. Und nimmt den Zuschauer natürlich bereits nach 20 Minuten in seinen Bann: Zu Beginn gibt es eine stilechte schwarz/weiß Einleitung, in der Bond einem seiner Gegener zeigt, dass er halt doch schlauer ist, und schon in der grandios animierten Titelsequenz (farbige Körperumrisse, die nach und nach in Herzen, Karos, Piks und Kreuze zerfallen) wusste ich - der Film wird grandios. Der Titelsong "You know my name" von Chris Cornell ist zwar keiner meiner all-time-Favoriten aus dem großen James Bond Sammelsurium, passt aber trotzdem perfekt. Aus dem Staunen nach dieser Sequenz kommt man gar nicht heraus, denn es geht rasant weiter mit einer grandios inszenierten Verfolgungsjagd über eine Großbaustelle inkl. Kampf auf dem Kran und schließlich Schießerei in der Botschaft... und so geht es in den nächsten zwei Stunden weiter. Längen gibt es kaum, selbst die Pokerpartie wird zweimal für Actionsequenzen unterbrochen. Einzig eine Szene konnte mir nicht gefallen, die Folterszene von James, die vom Setting doch etwas zu sehr an "Hostel" erinnert hat - das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Bond steckt im Vergleich zu anderen Filmen der Reihe diesmal generell sehr viel ein, teilt aber auch ungemein gut aus. Wenn zum Showdown in Venedig ein altehrwürdiges Palazzo zum Einsturz gebracht wird (natürlich nicht wirklich, aber es sieht verdammt gut aus) und Bond sich am Comer See bei einem weiteren Terroristen vorstellt weiß man, den besten Bond seit Jahren gesehen zu haben, der gleichzeitig die Wurzeln dieser Serie wiederbelebt und einfach großartige Stimmung verbreitet.
Der erste Hollywoodblockbuster dieses Jahres der mir auch gefällt und der es wirklich wert ist, gesehen zu werden. In meinem persönlichen Bond-Ranking befindet sich "Casino Royale" in den Top 5. Mehr will ich gar nicht mehr verraten - Anschauen ist Pflicht!


Gesamtwertung: 



Für die Redaktion: Florian Widegger

Über diesen Film in unserem Forum diskutieren!

Alle Rezensionen (C) 2005-2006 doblmann.de, alle Rechte vorbehalten
Alle Markennamen, Bild- und sonstige Rechte © 2006 Sony Pictures Releasing GmbH

Partner:
DVD-Forum.at | DVDiggle | Bolly-Wood